FC Hennef 05 Ü50  -  Traditionself Bonner SC          4 : 1    (0:0)

 

Guten Fußball sahen die (leider) wenigen Zuschauer beim freundschaftlichen Aufeinandertreffen der beiden „Alt“-Löwen-Mannschaften von der Sieg und vom Rhein. Die Traditionsmannschaft des Bonner SC traten u.a. mit dem ehemaligen simbabwischen Nationalspieler  Max Lunga (auch Trainer der FCH05-B-Jun.-Bundesligamannschaft), Mustafa Arslanovic (Nationalspieler im früheren Jugoslawien und Profi in Italien), Dalibor Karnay, Nana Amaniampong, Jounes Tazit, Jörg Arenz, Gregor Eibl, Ralf Jauernick und anderen in der Region bekannten früheren Akteuren.  Die Bundesstädter galten auch im Vorfeld als Favorit. Doch das Spielergebnis zeigte das Gegenteil. Nicht unverdient, vor allem im zweiten Durchgang, klappte beim Ü50-DFB-Cupsieger 2018 vieles. Die Abwehr stand, das Mittelfeld wurde schnell überwunden und vorne trafen die Stürmer.

 

Ausgeglichen waren die ersten 35 Minuten bis zum Wechsel. Keine Mannschaft konnte sich wirkliche Torchancen erarbeiten. Völlig anders dann im zweiten Durchgang. Ob es an den Auswechslungen gelegen hat, ist schwer zu sagen, aber durchaus möglich.  Durch Lunga gingen die Blau-Roten nach 40 Minuten mit 1:0 in Führung. Doch das ließ unsere „Alt“-Löwen, die auch mit vielen erfahrenen Spielern antraten, nicht erschüttern. Beim Spiel über den gesamten Platz zahlte sich dann immer mehr die bessere Kondition unserer Spieler aus. Coach Ingo Thomas, der sich ab der zweiten Hälfte einwechselte, kam anfangs nicht richtig in die Gänge. Doch je länger das Match dauerte, umso mehr kam die Spielfreude. So gab er einen, eigentlich schon verlorenen Ball, an Dirk Imbach-Ratz weiter und dessen Superflanke landete in der 47. Minute im Bonner Tor. Keine Chance für den Keeper. Einmal in Schusslaune und schon stand es vier Minuten später 2:1 für die „05er“. Wieder war Imbach-Ratz, dessen Schuss noch von einem Bonner Abwehrspieler abgefälscht wurde, der Torschütze. Doch das Torfestival ging weiter. Helmut Trué war dann in der 61. Minute zur Stelle und erhöhte auf 3:1. Die Gäste kamen immer mehr in Bedrängnis und mussten dann nach 67 Spielminuten einen weiteren Treffer zum 1:4 aus ihrer Sicht hinnehmen. Ein sehenswerter und seltener Treffer! Erzielt mit dem Kopf von Ingo Thomas. Er war selbst sein eigener Vorlagengeber. Denn seinen ersten Schuss konnte vom Torwart nur abgewehrt werden und die sich dann gegebene Chance für Thomas nutzte er als „König der Lüfte“. Unter Flutlicht konnte man nicht die wirkliche Höhe erkennen. Gemunkelt wurde bei den Zuschauern am Spielfeldrand dass Ingo in seinem bisherigen Leben noch nie so hoch gesprungen war.

 

Nach dem Spiel wurde noch im Clubheim gemütlich zusammengesessen und nach Rücksprache mit den Gästen aus Bonn fühlten diese sich wohl auf dem Gelände des „Anton Klein Sportpark“. Ein Rückspiel ist daher wohl nicht ausgeschlossen.

 

Im Hennefer Team standen: Klaus Fischer, Helmut True, Jürgen Thomas, Rüdiger Bodemann, Dirk Imbach-Ratz, Frank Ullrich, Dirk Schlebusch, Frank Hutmacher, Marcello Jansen, Michael Albrecht, Michael Theuer, Ulli Brandt und Ingo Thomas.

 

(Text: Norbert Maibaum)