Unser ehemaliger A-Junioren Trainer Lukas Pfeiffer arbeitet seit Sommer 2020 hauptberuflich beim VfB Lübeck (Regionalliga Nord).

In seiner ersten Saison war er beim damaligen Drittligisten als Co-Trainer tätig; im Sommer 2021 wurde er zum Cheftrainer befördert.Aktuell spielt er mit seinem Team in der Meisterrunde der Regionalliga Nord.

Aufgrund seiner guten Arbeit wurde sein Vertrag in Lübeck vor wenigen Tagen um ein weiteres Jahr bis zum 30.06.2023 verlängert.

Unser Nachwuchsleiter Michael Pütz hatte nun Gelegenheit, sich mit Lukas Pfeiffer auszutauschen.

MP: Hallo Lukas, schön, dass Du Dir die Zeit nimmst, uns ein Interview zu geben.

Wie geht es Dir im hohen Norden?

LP: Gerne! Mir geht es persönlich sehr gut. Ich bin gesund und genieße täglich das Privileg, eine Fußballmannschaft unter professionellen Bedingungen zu trainieren. Mehr geht nicht.

MP: Du bist, nachdem Du in der Spielzeit 2020/21 als Co-Trainer in der 3. Liga in Lübeck eingestiegen bist, nach dem Abstieg in die Regionalliga seit letztem Sommer Cheftrainer geworden. Kannst du und kurz beschreiben, wie es dazu kam?

LP: Mit dem Abstieg hat der VfB Lübeck einen Umbruch eingeleitet. Dieser sollte sich nicht nur auf den Kader beziehen, sondern auch auf das Funktionsteam. Es wurden vor allem junge Spieler verpflichtet, die mit mir als jungem Trainer hier einen Neustart verkörpern sollten. Als der Verein mit der Aufgabe auf mich zugekommen ist, musste ich keine Sekunde überlegen.

MP: Ist es für einen relativ jungen Trainer eine besondere Herausforderung, sich in dieser hohen und professionellen Spielklasse zu behaupten?

LP: Die Herausforderung bringt der Job generell mit sich und bezieht sich in meinen Augen weniger auf mein Alter. Anfangs habe ich unsere Führungsspieler schnell auf Augenhöhe abgeholt anstelle eine künstliche Autorität zu ihnen aufzubauen. Die Mannschaft ist sehr wissbegierig. Um sie für die Aufgabe zu begeistern, brauche ich kein bestimmtes Alter, sondern gute Ideen.

MP: Ihr habt nach einer kleinen Durststrecke im Oktober/November ordentlich gepunktet und Euch für die Meisterrunde der Regionalliga qualifiziert. Wie zuversichtlich bist du auch hier eine gute Rolle zu spielen?

LP: Wir haben uns als Mannschaft sehr gut entwickelt, was die letzten Ergebnisse eindrucksvoll zeigen. Auch individuell konnten wir unsere Spieler weiterentwickeln. Für unser junges Team steht das an erster Stelle.

MP: Ist der VfB Lübeck vielleicht bald wieder ein Aufstiegskandidat und wir sehen Dich dann als Cheftrainer in der 3. Liga?

LP: Ein Aufstieg ist diese Saison unrealistisch, dafür sind unsere Leistungen insgesamt noch nicht konstant genug. In den kommenden Jahren wollen wir aber als Verein an verschiedenen Stellschrauben drehen und oben angreifen. Um in der 3. Liga Cheftrainer zu sein, müsste ich allerdings erstmal die Pro-Lizenz erwerben. Da ist also noch etwas Geduld gefragt.

MP: Rückblickend auf Deine Zeit im Rheinland und beim FC Hennef 05: Was hat Dir in dieser Zeit privat, aber auch in unserem Verein besonders gut gefallen?

LP: Mir sind vor allem die Menschen in positiver Erinnerung geblieben – ihre offene Art hat mir sehr gefallen. Uns Norddeutschen wird ja eher nachgesagt, dass wir eher verschlossen seien. Die Zeit beim FC Hennef 05 habe ich sehr genossen. Der Verein fußt den großen sportlichen Ehrgeiz in meiner Wahrnehmung auf ein gesundes menschliches Wertesystem. Damit konnte ich mich total identifizieren. Ich bin dem Verein immer noch sehr dankbar, dass ich als junger Trainer die U19 begleiten durfte. Es benötigt auch eine Portion Mut, verantwortungsvolle Aufgaben an junge Menschen abzugeben. Etwas Ähnliches machen wir Trainer beispielsweise ja auch mit Jugendspielern, die wir im Laufe einer Saison mal in das kalte Wasser des Herrenfußballs werfen. Am Ende zahlt sich dieser Mut häufig aus.

MP: Lieber Lukas, nochmal besten Dank für Deine Zeit und wir drücken Dir aus Hennef alle Daumen für die nächsten Spiele und eine erfolgreiche Saison.

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