Teil 2: Nach Profizeiten zur/m TuRa Hennef/FC Geistingen

Profi-Trainer und -Spieler kehrten in den Amateursport zurück

(henmo) In diesem 2.Teil der Serie „Amateure/Profi“ blicken wir zurück auf die Personen die in früheren Jahren als Profispieler aktiv oder als Trainer im Spitzenfußball tätig waren und dann Funktionen als Trainer bei der TuRa Hennef oder beim FC Geistingen übernahmen. Darunter aber auch ein Spieler der aber nie als Übungsleiter tätig war.

Alphabetische Reihenfolge:
Theo Breuer (verstorben Dezember 1980): Bevor der Düsseldorfer bei der TuRa Hennef für zwei Spielzeiten  (1956/57 in der Verbands- und 1963/64 in der Bezirksliga) Trainer war, spielte er als Außenstürmer in der damaligen Gauliga für Düsseldorf FK Fortuna 1911. Wegem einer schweren Verletzung musste er 1938 seine Fußball-Laufbahn beenden.
Spielerbilanz: 2 Spiele 1933 in der Nationalmannschaft und wurde im gleichen Jahr mit Düsseldorf auch Deutscher Fußballmeister. Die Anzahl der Spiele in der Gauliga sind nicht feststellbar.

Armin Görgens (aktive Laufbahn siehe Info im Teil 1): Über fünf Spielzeiten (von 1995/96 bis 1999/2000) trainierte Armin TuRa`s 1. Mannschaft in der Landesliga.

Karl Habets (verstorben Dez. 2013): Als Verteidiger in seiner Fußball-Laufbahn spielte der gebürtige Rheinländer von 1947 bis 1963 bei Preußen Dellbrück und bei Bayer 04 Leverkusen, überwiegend in der Oberliga West. Das Traineramt bei der TuRa Hennef leitete er in der Verbandsligasaison 1960/61.
Spielerbilanz: 202 Spiele (65 für Dellbrück und 137 für Leverkusen) in der Oberliga West und weitere 17 Spiele für die Kölner-Stadtteilmannschaft in der 2. Oberliga West.

Karl-Heinz Heddergott (verstorben Mai 2021): Im Düsseldorf-Flehe geboren und in den letzten Jahren in Hennef-Geistingen wohnend war ein Trainer. der bei verschiedenen Verbänden im Ausland (Nationaltrainer im Oman und in den Vereinigten Arabischen Emiraten, Technischer Direktor der US-Nationalmannschaft) und in Deutschland (Bundesligatrainer beim 1. FC Köln. Als Bücherautor in der Fußball-Literatur machte sich Heddergott ebenfalls einen Namen. Als junger Fußballer kickte er beim unterklassigen Düsseldorfer Verein „SV Bilk 13“ als Stürmer. Er war auch ein guter Leichtathlet und nahm an Deutschen Jugendmeisterschaften teil. Über eine Saison 1961/60 trainierte er die Landesligamannschaft der „TuRa“.

Paul Mebus (verstorben 1983 an Leukämie): Der Ex-Weltmeister von 1954 stand oder saß als Trainer ehemalige TuRa-Mannschaften für sieben Spielzeiten – in der Landes-, Bezirks- und 1. Kreisklasse – an der Außenlinie und gab seinen Spielern lautstarke Anweisungen. Der im westfälischen Rheine geborene Fußballer wuchs in Düsseldorf-Benrath auf und etablierte sich als ausgezeichneter Außenläufer bei seinen vielen Spieleinsätzen in der 1. (beim 1. FC Köln) und 2. Fußball-Liga West beim VfL Benrath. Als Spieler beendete Paul seine Karriere im Jahr 1956. Doch der Fußball ließ ihn nicht los. Er machte seinen Trainerschein und wurde unter Sepp Herberger damals Jahrgangsbester. Als Trainer war er u.a. für die Amateure des 1. FC Köln, für den TuS Höhenhaus, für den VfL Köln 99, für den SC Göttingen, für den TSC Euskirchen und für den SV 09 Eitorf tätig. 1974 wurde ihm das „Silberne Lorbeerblatt“ verliehen.

Seine Vertragsspielerbilanz: 6 A-Länderspiele, 2 B-Länderspiele, 91 Oberliga-West-Spiele für den 1. FC Köln und 57 2. Oberliga-West-Spiele für VfL Benrath.

Andrè Kröning: Der erfahrene Zweitbundesliga-Spieler war in der Zeit vom 2002 bis 2004 verantwortlich für die 1. Mannschaft des FC Geistingen. Sprang auch in einigen Begegnungen als Spieler ein. Seine Fußball-Karriere beendete André 1997. Übernahm dann Trainerfunktionen bei heimischen Klubs. Er trug u.a. die Vereinstrikots von Preußen und Viktoria Köln, BVL Remscheid und 1. FC Köln 2.
Seine Profibilanz: 47 Spiele (für FC Remscheid und Fortuna Köln) in der 2. BL, 21 Spiele (für FC Remscheid) in der 2. BL-Nord sowie 9 DFB-Pokalspiele für Fort. Köln,

Tomas Sluka: Der tschechische Profi-Spieler und Futsal-Nationalspieler war der einzige Nationalspieler der im Grün-Weißen Trikot der TuRa spielte. Der Sportstudent kam auf 14 VL-Einsätze in der Saison 2003/04. Auf dem Feld spielte er für diverse Heimatvereine, darunter auch in deren 2. Fußball-Liga. Einen besonderen Namen machte er sich als Futsal-Spieler. Nahm an Weltmeisterschaften (2004 in Taiwan und 2008 in Brasilien und Europa-Meisterschaften teil und kam zu 113 Länderspielen.

Friedhelm Wenzlaff (verstorben Mai 1998): Unter dem Pseudonym Franca Wenzera betätigte sich der in Hennef wohnende Trainer nebenbei auch als Schlagertexter. Für eine komplette Spielzeit (1980/81) bekleidete Friedhelm den Posten als Cheftrainer beim damaligen Erstligisten dem MSV Duisburg. Wo er vorher mit der A-Jugend den Deutschen Meisterschaftstitel gewann. Wurde dann Co-Trainer der 1. Mannschaft, dann für ein Spiel Interimstrainer und im Anschluss von der Vereinsführung zum Cheftrainer befördert.  Nach seiner Entlassung konnte er keinen weiteren oberklassigen Verein mehr finden um als Trainer on. So übernahm er Trainerposten bei Amateurklubs wie u.a. bei den westfälischen Vereinen 1. FC Bocholt und dem SC Eintracht Hamm und anschl. in der heimischen Gegend beim FV Bad Honnef, beim FC Geistingen und bei der TuRa Hennef.
Profi-Trainerbilanz: 36 BL-Spiele, 4 DFB-Pokalspiele und 10 Inter-Toto-Cupspiele.

Hermann-Josef Werres: Begann mit dem Fußball in seiner Heimatstadt Bornheim beim TuS Roisdorf. Weitere Spielerstationen waren für den Stürmer und Mittelfeldspieler der damalige Nordrhein-Oberligist BSC Bonn, der Zweitbundesligist Fortuna Köln für den er 173 Spiele bestritt, der FC Remscheid und SC Jülich 1910. Legendär und noch in guten Erinnerungen die drei BL-Relegationsspiele (2:1, 1:3 und 0:8) gegen Borussia Dortmund und das DFB-Pokalfinale 1983 zwischen den beiden Kölner Lokalrivalen, dem 1. FC und der Fortuna, welches die „Geißbock“-Mannschaft knapp mit 1:0 gewann. Nach der Zeit als aktiver Spieler blieb er weiterhin dem geliebten Fußballsport treu und wurde Trainer bei mehreren Clubs in der Region um Bonn. So beim FV Bad Honnef, SV Buschdorf, TSC Euskirchen (VL), VfL Rheinbach (VL), Germania Dattenfeld/Windeck, TuRa Hennef und VfL Alfter. Mit den Hennefern stieg er 2010 in die Mittelrheinliga auf.