Nach der Begrüßung durch den FCH05-Präsidenten Clemens Wirtz wies er in seiner Rede nochmals auf die Saisonerfolge der verschiedenen FC Hennef 05 Mannschaften hin und bedankte sich bei allen denen, die den Verein unterstützt haben. Ein besonderer Dank wurde allen Sponsoren und Gönnern ausgesprochen, ohne welche diese erfolge nicht möglich wären.

Zudem unterrichtete Clemens Wirtz die Pressekonferenz-Besucher darüber, dass auf dem Kunstrasenplatz 1 eine neue LED-Flutlichtanlage installiert worden ist und der Kunstrasenbelag auf diesem Platz bis voraussichtlich 2025 erneuert wird. Ebenso wird im Stadion für den Rasenplatz noch in diesem Jahr, bis November, eine LED-Flutlichtanlage installiert werden. Dieses ist von besonderer Bedeutung, sollte  unsere Mannschaft einmal der Aufstieg in die RL-West gelingen. Dann könnten auch Abendspiele auf dem Naturrasenplatz durchgeführt werden.

 

In seiner bekannten, ruhigen und immer sachlichen Art erläuterte der Sportliche Leiter Dirk Hager die aktuelle Situation bezüglich der Kadersituation der 1.Mannschaft für die kommende Spielzeit 2019/2020. Aus dem Mannschaftskader sind z.Zt. zwei Langzeitverletzte, Sven Brand und Louis Trznadel, zu beklagen. Einige Akteure, darunter der Neuzugang Shinsuke Hori, stehen auch noch nicht das volle Trainingsprogramm durch. Er hob hervor, dass der Kader bewusst auf die Stärke von insgesamt 26 Spielern angehoben wurde. Da dem FCH05 zum Saisonende neun Spieler, darunter auch Leistungsträger, aus den unterschiedlichsten Gründen verlassen haben, wurden mehrere Neuverpflichtungen (12 Spieler, darunter ein Torwart) getätigt. Drei Faktoren waren für die Neuformation des Teams von großer Wichtigkeit. Erstens: jungen, talentierten Juniorenspieler aus dem eigenen Nachwuchs eine Chance zugeben. Diese Chance haben vier Spieler: Max Ickenroth, Joel Kouekem, Michael Okoroafor und  Ertugrul Tuysuz bekommen. In der Winterpause 2018/19 kam schon der A-Jugendliche Aron Andreasson und erkämpfte sich sofort einen Stammplatz. Die zweite Komponente bei den Neuzugängen sind junge Spieler, bereits mit MRL oder mit Regionalligaerfahrung, an den Verein zubinden. Auch das ist mit Michael Hasemann (21, Kenan Akalp (20), beide vom TV Herkenrath und Hasan Akcakaya (20), vom FSV Optik Rathenow gelungen. Und drittens etablierte Oberliga (MRL) -spieler wie Glody Ngyombo (vom Siegburger SV 04), Eric Gweth (vom FC BW Friesdorf), Shinsuke Hori (vom SSV Merten) und dem ehemaligen Hennefer Spieler und Rückkehrer vom FC Wegberg-Beeck, Sakae Iohara, an den FCH05 zubinden. Diese vier Spieler kann man Fug und Recht als MRL-Topspieler bezeichnen. Mit Matteo Tessarolo (22) vom Landesligisten Germania Windeck konnte ein guter zweiter Torwart geholt werden. Wichtig für unsere Planer war das Alter der Mannschaft niedrig zu halten. Mit 21,9 Jahren im Schnitt ist es das jüngste MRL-Aufgebot, nicht nur der Hennefer, sondern das der gesamten Liga.

 

Coach Sascha Glatzel ließ durchblicken, dass es aufgrund der zahlenmäßig hohen Ab- und Neuzugänge  schon eine andere Arbeit –gegenüber der vergangenen Saison- auf ihn wartet. Er merkt es bei den Mannschaftsaufstellungen. Es sind immer fünf oder sechs neue Spieler in der Anfangsformation und es braucht Zeit die richtigen elf Spieler für das jeweils anstehende Spiel aufzustellen. Er lobte aber alle Spieler für ihren Einsatz und ihre Spielfreude welche  sie an den Tag legen. Weiter ist er positiv davon überzeugt, dass gerade die jungen Spieler schnell lernen und sich in kurzer Zeit an den MRL-Spielrhythmus gewöhnen werden.

 

Auch im Funktionsteam, so ließ Dirk Hager wissen, gab es Veränderungen. Aus beruflichen Gründen verließ den Verein Physiotherapeut Martin Engel. Der neue Physiotherapeut ist Thomas Scholzen. Neu im Team wird sich Erik Brammen als Betreuer um alles „rund“ um die Mannschaft kümmern.
Dieses alles lässt für die Zukunft hoffen und ein Platz unter den ersten drei Mannschaften in der MRL-Abschlusstabelle 2019/20  ist realistisch, so der Sportliche Leiter und Coach. Trotz der Abgänge ist der Kader für die anstehende Spielzeit stärker einzuschätzen als im Spieljahr 2018/19. Da es aber im Fußball allgemein viele Auf und Abs gibt, ist ein Erfolg nicht immer planbar.

 

Die Topfavoriten so Übungsleiter Sascha Glatzel ist der FC Wegberg-Beeck, der ebenfalls stark aufgerüstet und den Aufstieg in die Regionalliga West mehr oder weniger fest eingeplant hat. Chancen werden auch dem FC Hürth, dem ersten Hennefer Gegner in der am 25.August, beginnenden neuen Saison, eingeräumt. Weiter zum Kreis der möglichen MRL-Meister gehören Borussia Freialdenhoven und der 1. FC Düren.

 

Als kurzfristiges Ziel soll die  Titelverteidigung im „Bitburger Kreispokal 2019“ angepeilt werden. Es wäre das erste Mal nach den Protokoll-Aufzeichnungen des Fußballkreis Sieg, dass ein Verein in Folge den Pokal holen würde. Nach einer erfolgreichen Kreispokal-Minisaison könnten attraktive Mannschaften Gegner im FVM-Pokal werden.

 

 

(Text: Norbert Maibaum)