Wenn am Samstag der SV Rödinghausen anreist (Anst0ß 14 Uhr), könnten die Gegensätze zwischen den beiden Aufsteigern nicht größer sein. Die Ostwestfalen stehen nach einem zwischenzeitlichen Höhenflug, der sie bis auf den zweiten Tabellenplatz brachte, nun auf dem 10. Tabellenrang. Unsere Mannschaft verweilt nach wie vor am Tabellenende.

Die jüngere Vereinsgeschichte des SV Rödinghausen ist eng mit dem Namen “Häcker Küchen” verbunden. Horst Finkemeier, der Seniorchef des europaweit drittgrößten Küchenmöbelherstellers, unterstützt den Verein aus dem kleinen Dorf an der niedersächsischen Grenze seit einigen Jahren und finanzierte den beispiellosen Aufstieg des SV Rödinghausen. Noch 2010 spielte der Verein in der Kreisliga A und erreichte in jeder der darauffolgenden Spielzeiten einen Aufstiegsplatz zur nächsthöheren Spielklasse. In der Regionalliga ist jedoch nun laut der Vereinsführung Endstation. Mit Vereinen wie der TSG Hoffenheim und RB Leipzig möchte man sich in Ostwestfalen nicht vergleichen. “Wir sind bodenständig”, betont der Vereinsvorsitzende Vortmeyer. “Wir wissen, dass das die höchste Klasse ist, die wir erreichen können.” In der laufenden Saison machte die Mannschaft von Trainer Mario Ermisch mit dem zwischenzeitlich zweiten Tabellenplatz auf sich aufmerksam. Nach zuletzt drei sieglosen Spielen ist man im Mittelfeld angekommen. Im letzten Spiel verlor man nach schwacher erster Halbzeit, aber starkem zweiten Durchgang etwas unglücklich gegen die Zweitvertretung Fortuna Düsseldorfs mit 1:2.

Für unser Team geht es nach dem enttäuschenden Resultat gegen Siegen einmal mehr um Wiedergutmachung. Dies forderte auch Trainer Marco Bäumer von seinen Spielern:

“Ich habe wirklich gedacht, dass wir die Siegener schlagen und endlich den ersten Saisonsieg feiern könnten. Aber nach dieser miserablen Vorstellung einiger Spieler ist mir der Kragen geplatzt. So geht es nicht weiter. Es gibt keine Ausreden oder Alibis mehr.”

Wohlmöglich wird Bäumer daher Umstellungen in der Startformation vornehmen. Im Sturm ist nach seinem starken Startelf-Comback Denis Wegner gesetzt. Ihm zur Seite werden mit Klosterhalfen und Bouallal wohl wieder zwei schnelle Flügelstürmer gestellt. „Vielleicht wird deshalb im Mittelfeld ein offensiver gegen einen defensiven Spieler getauscht. Darüber entscheiden aber auch die Trainingseindrücke,” so der Trainer. Eine schlechte Nachricht ereilte das Trainerteam zu Beginn der Woche: René Dabers’ Verletzung aus dem Verl-Spiel entpuppte sich bei näherer Untersuchung als Kreuzbandriss, womit er der Mannschaft in den nächsten Monaten fehlen wird. Ebenfalls ausfallen wird Sertan Yegenoglu nach einer Verletzung im Training und die drei Langzeitverletzten Jahn, Reitz und Remagen.

Zitat im zweiten Abschnitt aus: Neue Osnabrücker Zeitung, 29.5.2014.

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